Abschluss im RADIALSYSTEM V

Oktober 20th, 2009

Am Sonntag den 18. Oktober ging die RoadShow mit einem weiteren offenen Familientag zu Ende. Fotografische Eindrücke von diesem Ereignis, festgehalten von Anita Back:

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System Building: Micro Percussion mit Rosemary Joy

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Übungen im Artistik-Workshop!

dsc_5570.jpg Zum Abschluss der Artistik-Präsentation bildeten die Kinder eine Pyramide.

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Im Saal gab es Kalligraphie, Maultaschen-Bau und das australische Büfett.

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Workshop in koreanischer Percussion.

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In der großen Abschlussshow zeigten auch die kambodschanischen Artisten und Musiker noch einmal ihr Programm.

Mit diesem Familientag endete die BerlinAsiaRoadShow 2009 - und auch die Berichterstattung auf diesem Blog. Vielen Dank fürs mitlesen!

RoadShow-Stationen: Atrium und Leonardo da Vinci-Schule

Oktober 15th, 2009

Am Dienstag und Mittwoch machte die BerlinAsiaRoadShow Halt im Atrium und in der Leonardo da Vinci Schule. Mit der Kamera eingefangen wurden die Begegnungen mit den Schülern von Chhunly Poy, die Videos sind natürlich im VideoKanal verfügbar!

Ob Kalligraphie, Percussion oder Akrobatik - die Schüler hatten die Möglichkeit, in den Kursen asiatische Kunst- und Kulturtradition kennen zu lernen. Jainem Jeong bringt dabei zum Beispiel asiatische Sprichwörter mit, die die Schüler anschließend auf Reispapier malen und damit Kuben bestücken. Die von vielen nun als “Lampenschirme” bezeichneten Werke sind nicht nur dekorativ. Bei ihrer Erstellung legte Jainem Wert darauf, dass die Jugendlichen auch den meditativen Aspekt des Kalligraphierens erlebten, der einen weiteren Teil asiatischer Kultur repräsentiert.

Im Workshop “koranische Percussion” brachten Il-Ryun und Myonyong den Schülern traditionelle Rhythmen auf der Channgu bei. Sie konnten bei der Abschlusspräsentation vor ihren Mitschülern dann einen kompletten Satz der “Fünf koreanischen Tänze” vorspielen.

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Ähnlich lief es auch im kambodschanischen Musikworkshop. Hier stellten die Musiker ihre Schüler zu einem Orchester zusammen, das mit verschiedenen Percussioninstrumenten dann bei der Präsentation eine kambodschanische Komposition aufführte.

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Heute und am morgigen Freitag sind die Künstler nun bei den Netdays in der ufaFabrik. Die dortige Abschlusspräsentation morgen um 12 Uhr ist auch für die Öffentlichkeit zugänglich, der Eintritt ist kostenlos!

Im Fokus: Chhunly Poy

Oktober 13th, 2009

“Für eine Minute animiertes Video arbeiten wir ungefähr sechs Wochen.” Chhunly Poy möchte trotzdem langfristig einen 90-minütigen Film in Kambodscha produzieren. “Das dauert dann mindestens drei Jahre. Wenn wir schnell sind” lacht er.

Chhunly Poy ist im Kunst- und Kulturzentrum Phare Ponleu Selpak (PPS) zum bildenden Künstler ausgebildet worden. Irgendwann wollte er mehr, wollte, dass sich seine Bilder bewegen können. Sein Traum hat sich erfüllt. Heute arbeitet er im kambodschanischen Siem Reap und in den Studios von PPS vor allem als Trickfilmregisseur. Einer seiner ersten mehrminütigen Trickfilme “A Little Boy Drinking Bad Water” wurde 2007 als bester kambodschanischer Beitrag des Cambofest, des kambodschanischen Film-Awards, ausgezeichnet. Den Kurzfilm hat Chhunly Poy im Auftrag von “1001 Fontaines” entwickelt, einer Hilfsorganisation, die sich für sauberes Trinkwasser einsetzt.


Find more videos like this on Green Farmhouse Animation Studio

In Chhunlys Team arbeiten acht Studenten zusammen. “Bisher hatten wir nur drei Computer, aber nachdem wir eine Spende erhalten haben, können wir bald noch drei oder vier dazukaufen.” Damit würde sich natürlich auch die Produktion wesentlich beschleunigen. “Für meine Generation ist in Kambodscha alles ein Neuanfang. Unser Land steht gerade erst wieder auf. Wir hatten ja Film und auch Trickfilm, bis zum Krieg. Wenn ich heute nach Videos aus Kambodscha schaue, dann sind die Sachen aus den 70ern. Vor der Zeit der Roten Khmer.” Für enthusiastische Regisseure wie Chhunly Poy ist es daher nicht leicht, Lehrer zu finden. Ältere Künstler und Intellektuelle, von den Roten Khmer verfolgt und ermordet, gibt es heute kaum noch. Spricht man Chhunly auf Theater- oder Kunsttradition Kambodschas an, schüttelt er den Kopf. “Kambodscha war am Ende. Wir fangen jetzt erst ganz langsam wieder an.”

Chhunly Poy

Im nächsten Jahr plant Chhunly erstmals einen zehn- bis fünfzehnminütigen Film. “Wir möchten in Battambang etwas über Umweltbewusstsein machen, das ist für uns ein wichtiges Thema.” Schritt für Schritt nähert er sich seinem Traum von 90 Minuten Trickfilm an. “Zuerst haben wir ganz kurze Filme gedreht, dann 3 Minuten, momentan machen wir 6-Minüter. Eigentlich versuche ich bei jedem Projekt, die Minuten zu verdoppeln. Bisher klappt das gut.” Worum genau es in seinem abendfüllenden Film gehen soll, weiß er noch nicht. “Das will ich noch nicht festlegen. Ich will lieber weiter einen Schritt nach dem anderen machen, noch mehr lernen und ausprobieren. Wenn ich jetzt schon eine Story im Kopf hätte und in sechs Monaten habe ich ganz andere Fähigkeiten, dann könnte ich die Story ja vielleicht gar nicht mehr so umsetzen, wie zuerst gedacht.”

In seinen Trickfilmen setzt Chhunly Poy zwei Talente ein: Als Maler und Regisseur hat er hier die Möglichkeit, seine Bilder zum Leben zu erwecken. Auch bei der BerlinAsiaRoadShow kann er beides nutzen - wenn auch getrennt voneinander. Bei den artistischen und musikalischen Shows seiner Kollegen skizziert er in wenigen Minuten das Bühnengeschehen. Treffsicher fangen die schwarzen Tusche-Gemälde die Bewegungen ein.

Live painting

Neben diesen  “Live-Painting” Aktionen  begleitet Chhunly die RoadShow aber auch mit der Videokamera. Ein Novum für ihn, der bisher eben mit animierten Grafiken gearbeitet hat und nicht mit lebenden Charakteren. Zusammen mit dem Regisseur Vojtech Pokorny, der in Kambodscha die Dokumentation “Schritt für Schritt” gedreht hat, und dem Cutter Florian Schewe, fertigt Chhunly bei jeder Roadshow-Station kurze Videoclips.

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Im Videokanal des Blogs werden diese jeweils veröffentlicht und dann am letzten Tag der RoadShow, beim Familientag im RADIALSYSTEM V, am Stück gezeigt. Sein Traum von der Zukunft liegt aber beim Trickfilm: “Eines Tages möchte ich in Phare ein Studio haben, wie es Disney oder Dreamworks zur Verfügung steht”. Vielleicht kann er sich auch diesen Traum bei PPS erfüllen.

Familientag im Haus der Kulturen der Welt

Oktober 13th, 2009

Am Sonntag, 11. Oktober, fand der erste Familientag der BerlinAsiaRoadShow statt. Von 14 bis 18 Uhr erlebten Eltern, Kinder und Jugendliche asiatische Kunst und Kultur auf der Bühne, in Workshops und an den Mitmach-Stationen im Foyer.

Im Artistikworkshop machten die Kinder erste Jonglage-Erfahrungen und konnten diese im Anschluss auf der Bühne auch ihren Eltern präsentieren.

Jonglage Foto: Anita Back

Fotos: Anita Back

Im Foyer konnten sich alle Besucher beim Kalligraphieren asiatischer Sprichwörter erproben, der chinesischen Buchautorin Kate Dargaw bei ihren chinesischen Märchen lauschen oder auch der koreanischen Schauspielerin Soogi Kang mit koreanischen Gesängen und Geschichten folgen.

Kalligraphie

Der zweite Workshop bot dann koreanische Percussion für Jung und Alt an. Die aus schamanischen Traditionen stammenden Rhythmen wurden dann ebenfalls im Foyer auf der Hauptbühne präsentiert.

Percussion

Der Tag endete mit einer großen Abschlussshow der Artisten und Musiker. Bewegte Bilder dieses ersten Familientages findet man auf dem Blog auch im BerlinAsiaRoadShowVideoKanal.

Im Fokus: Il-Ryun Chung

Oktober 9th, 2009

“Dadurch bin ich ja überhaupt erst wieder zu Korea zurückgekommen: durch die Kultur, durch die Kunst” sagt Chung 2003 in einem Interview. Vier Jahre seiner frühen Kindheit hat er in Korea verbracht, im Alter von sieben Jahren kehrte er wieder nach Deutschland zurück. In den 80ern studiert er in Berlin Gitarre und Komposition, die Stadt wird seine Heimat.

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In Chungs Werk  verbinden sich klassisch-westliche und traditionell-koreanische Klänge und Rhythmen miteinander. Dass in Korea selbst die Musiktraditionen nur noch von einer Minderheit gepflegt werden, kommentiert er “Die sind ganz woanders. Diese Traditionalisten sind dort ein kleiner Teil. Und der Rest versucht alles Mögliche: da ist Amerikanismus und westlich und östlich gemischt, und dann wollen sie wieder ihr Eigenes finden, aber wissen gar nicht mehr richtig, was das ist.” Il-Ryun Chung hat das “Eigene” in beidem entdecken und entwickeln können. Wie in seinem Stück “KwangYa - fünf koreanische Tänze”, in dem ein klassisches Streicherquartett mit dem koreanischen Percussioninstrument Changgu zusammenspielt. Den vierten Tanz, “Dolsapouri”, kann man sich hier anhören:

KwangYa Dolsapouri

Während der BerlinAsiaRoadShow wird er insbesondere mit den jungen kambodschanischen Musikerkollegen zusammenarbeiten, eine Begegnung, die sicherlich neue Impulse geben wird.

Koreanische Musik lernte er im Alter von 19 Jahren kennen. Bei Konzerten in Deutschland, nicht während seiner Besuche in Korea. Geprägt hat ihn schließlich insbesondere der Trommler Kim Duk-Soo, der ihn mit koreanischen Rhythmen und dem Spiel auf der Changgu in Berührung brachte.

Als Künstler, der Asien und Berlin verbindet, nimmt Chung nun an der BerlinAsiaRoadShow teil, die modellhaft die Beschleunigung künstlerischer Mobilität im Zeitalter der Globalisierung aufzeigt und lokale Kunsttraditionen mit modernen und kulturübergreifenden Ausdrucksformen verknüpft.

Neue Serie: Im Fokus

Oktober 9th, 2009

Während der BerlinAsiaRoadShow wird es hier auf dem Blog eine kleine Serie über die Künstler geben: “Im Fokus” stellt dann jeweils einen der teilnehmenden Künstler vor, berichtet über sein Wirken bei der RoadShow, seinen Werdegang und seine Ziele.

Ergänzt werden diese Geschichten jeweils von künstlerischen Beispielen, sei es Musik, Malerei oder Videoclips. Heute Nachmittag geht es los mit dem musikalischen Leiter der RoadShow, Il-Ryun Chung.

Bilder der Eröffnung bei der Abendschau

Oktober 7th, 2009

Im Nachrichtenteil der rbb Abendschau gab es heute Bilder von der Eröffnung am Gendarmenmarkt, unter anderem auch mit den Artisten von PPS:

Abendschau-Nachrichten ansehen

Berlin-Battambang: Gruppenfoto vor dem Konzerthaus

Oktober 7th, 2009

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Oktober 7th, 2009

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Kambodschanische Artisten und Musiker eröffnen Asien-Pazifik-Wochen

Oktober 6th, 2009

Am morgigen Mittwoch werden die Asien-Pazifik-Wochen Berlin 2009 von Berlins Regierendem Bürgermeister, Klaus Wowereit, mit einem Festakt im Konzerthaus am Gendarmenmarkt eröffnet. Zur Begrüßung treten die Musiker und Artisten des Kulturzentrums Phare Ponleu Selpak aus Battambang um 10.30 Uhr auf dem Gendarmenmarkt auf.

Ihre 20-minütige Performance beginnt mit traditionellen kambodschanischen Melodien. Während sich die Rhythmen ständig verstärken und beschleunigen beginnt auch der Auftritt der Artisten: Ein Konkurrenzkampf entspinnt sich. Atemberaubende Balanceakte und clowneske Jonglage, begleitet von Saiten- und Schlaginstrumenten. Der Maler Chhunly Poy fängt die Bewegungen dabei live auf Papier ein.

Das Spektakel findet bei freiem Eintritt vor dem Konzerthaus auf dem Gendarmenmarkt statt!